Alcochete
Region von Lissabon
Das Städtchen Alcochete befindet sich bei Lissabon getrennt vom Mündungsgebiet des Tejo direkt im Naturschutzgebiet "Estuário do Tejo".
Der Name "Alcochete" stammt aus dem Arabischen und bedeutet "Brennofen".
Vom 6. bis 12. August findet in Alcochete das "Fest der grünen Mützen und Salzfelder" statt.
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Largada de Toiros
Die Stiere werden frei durch die Stadt getrieben. Wer den Mut hat, stellt sich ihnen in den Weg und springt in letzter Sekunde zur Seite.
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Bênção de Campinos e Cabrestos
Die Stiertreiber mit ihren traditionellen roten Westen und grünen Mützen mitsamt ihren Pferde werden von einem Pfarrer gesegnet.
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Condução de Jogos Cabrestos
Die Stiertreiber beweisen ihre Geschicklichkeit.
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Alcochete grenzt an: Benavente, Palmela, Montijo sowie das Delta des Tejo.
Der Name "Alcochete" stammt, wie alle Worte, die mit "al" beginnen, aus dem Arabischen und bedeutet "Brennofen". Beispiel: die Städte
Alcobaça,
Alcoutim,
Albufeira usw.
Doch schon aus der römischen Zeit gibt es Hinweise auf den Ort "Alcochete",
damals als Töpfereizentrum für die Herstellung von Amphoren, die
zur Lagerung und zum Transport von Lebensmitteln wie Salz genutzt wurden.
Eingeschlossen in das Gebiet des
Stiertreiben in den Strassen von Alcochete
Uferpromenade Alcochete
Ribatejo, wird hier der Weinanbau,
Stockfisch-Trocknung, sowie die Stierzucht betrieben.
Das ländliche Städtchen liegt bei Lissabon, getrennt vom Mündungsgebiet des Tejo.
Die Sehenswürdigkeiten von Alcochete sind:
» die Kirche "Misericordia",
» die Kapellen "Nossa Senhora da Vida" und "Santo Antonio da Ussa" und
» die Mönchsklause "Ermida de Nossa Senhora dos Matos", (befindet sich bei Samouco).
Im Jahre 1515 erhielt Alcochete die Stadtrechte. Alcochete ist wegen der nahen Lage zu Lissabon am Tejo und seit dem Bau der
Tejobrücke "Vasco da Gama" ein beliebter Wohnort, ohne seinen Charakter als ehemaliges Fischerstädtchen verloren zu haben.
Die beeindruckende Brücke ist mit 17 km eine der längsten Brücken der Welt und die längste in Europa.
Die maximale Spannweite beträgt 420 Meter, die Pylone sind 155 Meter
hoch. Über die Brücke führt die Autobahn A12 mit sechs Fahrstreifen.
Die Brücke wurde (teils privat, teils durch EU-Hilfen finanziert) zwischen 1995 und 1998 zur Weltausstellung Expo 98 erbaut, um die Brücke "Ponte 25 de Abril" sowie weitere Infrastrukturen Lissabons vom Nord-Süd-Verkehr zu entlasten. Über die Brücke "Ponte Vasco da Gama" sind das Expo-Gelände und der Flughafen direkt erreichbar.
Beim Bau musste das Naturschutzgebiet "Estuário do Tejo" mit seinem Wasservögel-Bestand, u.a. Flamingos berücksichtigt werden.
Hotels, Landhotels, Jugendherberge - Alcochete
Albergue da Juventude
(Jugendherberge)
Quinta do Valbom - Alcochete
Tel: (00351) 21. 2342508
Hotel Alfoz
Avenida D. Manuel I - Alcochete
http://www.al-foz.pt
Pensao Alfredo
(Pension/Gästehaus)
Rua do Paço 10 - Alcochete
Tel: (00351) 21. 2343121
Quinta da Praia das Fontes
(Landhaus)
Largo Marques de Soydos - Alcochete
www.quintapraiafontes.com.pt
Residencial Casablanca
(Gästehaus)
Rua Senhora de Santa Ana 2 - Alcochete
Tel: (00351) 21. 2340583
Apartamentos Gouveia
(möblierte Ferienwohnungen)
Rua Beneficiario Oliveira 2, r/c, dto - Alcochete
www.franciscogouveia.com
Barroca d‘Alva
(Landhotel)
Herdade da Barroca d‘Alva - Barroca d‘Alva
Tel: (00351) 21. 2309160
Bootsfahrten auf dem Tejo
Die
"Alcatejo" ist das schönste Schiff auf dem Tejo.
Von Alcochete, dem Hafen "Porto das Hortas" aus kann man seit
1989 unvergessliche Fahrten durch das
Naturschutzgebiet des Tejo
unternehmen. Tip: nicht den Fotoapparat vergessen !
Wer Glück hat, kann
Flamingos fotografieren.
Die "Alcatejo" wurde 1940 auf einer Werft in Aveiro gebaut.
Über den Tejo schippern, so wie es jahrhundertelang mit identischen Booten beladen mit Salz,
Kohle oder Holz geschah.....
Allgemeine Informationen über die Region und turistische Aktivitäten erhält man im Tourismusbüro von Alcochete.
Tourist-Info Büro Alcochete
Largo da Misericordia
Tel. (00.351) 21.2 348 655 |
Fax (00.351) 21.2 348 95
Email: posto.turismo@cm-alcochete.pt
Naturschutzgebiet "Estuario do Tejo" - Tejo Delta
Der Tejo entspringt im spanischen Gebirge "Albarracin".
Über einen Teil vom Delta spannt sich die Brücke "Vasco da Gama".
Es ist die grösste und eine der bedeutendsten Feuchtzonen Europas.
Der Tejo entspringt im spanischen Gebirge "Albarracin", fliesst über 1000 Kilometer weit an Toledo, Constança und Santarém vorbei, bis er in Lissabon/Cascais in den Atlantischen Ozean mündet.
Das seit 1976 geschützte Mündungs-Gebiet des Tejo mit 10 Metern Wassertiefe ist die grösste und eine der bedeutendsten Feuchtzonen Europas mit 32 km2 Ausdehnung. In den Gewässern leben Seepferdchen (cavalo-marinho), Grünkrabben (carangueijo-verde), Austern und viele Muschelarten.
Hier machen ca. 50.000 Zugvögel auf ihrer Reise nach Afrika und Nordeuropa Zwischenstation, unter anderem ca. 2000 Flamingos im Gebiet Pancas und den Salinen von Samouco.
Webseite: Vogelbeobachtungen
www.avesdeportugal.info/sithortas.html
Die Lage der portugiesischen Hauptstadt am über 10 km breiten Mündungsdelta des Tejo,
begrenzte die Entwicklungsmöglichkeiten von Alcochete jahrhundertelang auf das
westliche Ufer. Die Verbindung zur gegenüberliegenden Seite wurde nur durch Schiffe und Fähren ermöglicht.
Die
Vasco da Gama Brücke entstand im Vorfeld der Weltausstellung EXPO, die im Jahre 1998 in Lissabon stattfand.
Gemessen an ihrer Gesamtlänge von ca. 17,2 km ist diese Schrägseilkonstruktion bis heute die
längste Brücke Europas.
Schwierigkeiten ergaben sich durch die unzähligen Vögel (darunter mehrere geschützte Arten und
Flamingos), die hier im Tejodelta einen optimalen Schutz- und Rückzugsraum vorfinden.
Stierkampf
Der Stierkampf und seine Rituale spielen in der Region Alcochete eine grosse Rolle.
Der portugiesische Stil des Stierkampfs unterscheidet sich vom spanischen Stierkampf.
Im zweiten Teil, der "Pega", tritt eine Gruppe von acht Männern gegen den Stier an.
Der »
Stierkampf und seine Rituale spielen in der Region Alcochete eine grosse Rolle. Stierkämpfer, hier "Cavaleiros" genannt, berittene Hirten (campinos) und Stierkämpfer, die den Stier bei den Hörnern nehmen (forcados) sind anerkannt und beliebt, siehe das Fest: "Festas do Barrete Verde", "Festas Populares do Samouco" und "Festas de Confraternização Camponesa de São Francisco".
Der portugiesische Stil des Stierkampfs unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht vom spanischen oder französischen Stierkampf.
Der erste Teil eines portugiesischen Stierkampfes wird der "Cavaleiro" genannt. Dabei werden von einem Reiter vom Pferd aus dem Stier Pfeile mit Widerhaken (bandarilhas) im Schulterbereich gesetzt.
Im zweiten Teil, der "Pega", tritt eine Gruppe von acht Männern, die "Forcados", ohne Waffe oder Verteidigungsmittel direkt gegen den Stier an. Sie stellen sich in einer Reihe hintereinander gegenüber dem Stier auf und der vorderste Mann reizt den Stier mit Rufen und provozierenden Bewegungen. Er springt dann dem anstürmenden Stier auf den Kopf, genannt "pega de cara" (im Gesicht fangen), um ihn sinngemäß "bei den Hörnern zu packen". Sechs andere Mitglieder der Gruppe packen den Stier ebenfalls am Kopf und ein weiterer am Schwanz. Obwohl bei dieser Art des Stierkampfes die Hörner des Stieres oft abgeschliffen oder gepolstert werden, kommt es mitunter zu schweren Verletzungen der Forcados. Die Forcados stammen treten als Amateure auf.
Der Stier wird nach dem Stierkampf je nach Verletzungsgrad entweder am Leben gelassen und zur Zucht benutzt oder von einem professionellen Fleischer außerhalb der Arena getötet und zerlegt.
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