Fátima - Wallfahrtsort Portugal
Basilika Fátima
(c) ceiling
Cova da Iria, Fátima
(c) Beyond Forgetting
Kapelle mit Gottesdienst
(c) Beyond Forgetting
Fatima im Bezirk Santarem ist ein bedeutender katholischer Wallfahrtsort in Portugal, der von Gläubigen und auch Kranken mit der
Hoffnung auf Wunderheilung aufgesucht wird.
Den arabischen Namen "Fatima" erhielt der kleine Ort im Inneren Portugals
aufgrund einer Legende, wonach sich Fatima, die Tochter eines maurischen Fürsten, benannt nach der Tochter des Propheten Mohammed
im 12. Jahrhundert aus Liebe zu einem christlichen Ritter taufen ließ und dort ihre letzte Ruhestätte fand.
Drei Hirtenkinder aus Fatima (portugiesisch: Três Pastorinhos) waren drei portugiesische Kinder, die in
Cova da Iria,
wenige Kilometer von
Fatima entfernt mehrere Marien-Erscheinungen
zwischen 1916 und 1917 erlebt und bezeugt haben. Der Engel soll ihnen drei Geheimnisse anvertraut haben.
die Kinder hiessen:
Lucia de Jesus dos Santos (10 Jahre alt),
Francisco Marto (9 Jahre alt),
Jacinta Marto (7 Jahre alt)
Im Jahr 1916, erschien ihnen den Berichten anch dreimal ein Engel, genannt "Friedensengel".
Im Jahr 1917 - zwischen dem 13. Mai und dem 13. Oktober sollen die Kinder insgesamt 6 Erscheinungen erlebt haben.
Was ihnen mitgeteilt wurde, blieb bis zum Jahre 1937 ein Geheimnis,
bis Lucia, die älteste der drei Hirtenkinder und inzwischen Nonne in Coimbra (und zu diesem Zeitpunkt die einzig noch Lebende der 3 Kinder),
es in einem Buch veröffentlichte.
("Memorias da Irmã Lucia I")
In einer zweiten Schrift von 1941 schrieb sie noch andere Erinnerungen auf. Später folgten noch zwei Schriften.
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Siehe Foto: "Cova da Iria, Fátima, Portugal" (in den zwanziger Jahren) am Ort, wo
am
13. Mai 1917, die drei Hirtenkindern Lúcia,
Francisco und Jacinta eine Marienerscheinung gehabt haben sollen.
Seit 1917 ist Cova da Iria ein katholischer Wallfahrtsort.
Lucia de Jesus dos Santos, Francisco Marto und Jacinta Marto wollen eine
"...Frau, so strahlend wie die Sonne" über
einer Steineiche schwebend
gesehen haben, als sie ihre Herde in Cova da Iria hüteten. Die Erscheinung war weiß gekleidet und trug einen Rosenkranz an der rechten Hand.
Lucia sah, hörte und sprach mit der Erscheinung, Jacinta sah und hörte und Francisco sah, hörte jedoch nichts.
Lucia schrieb dazu: "Die Erscheinung war wie eine weiße Wolke, wie aus Schnee, durchsichtig, in menschlicher Form, umgeben von Sonnenstrahlen".
Die Erscheinung sagte zu den Kindern:
"Habt keine Angst. Ich bin der Friedensengel. Betet mit mir" ("Não temais. Sou o Anjo da Paz. Orai comigo.")
Cova da Iria, Fátima, Portugal - 1917
Foto: (c) CGoulao
Dann sagte der Engel dreimal:
"Mein Gott, ich glaube, bewundere, erwarte und liebe euch.
Ich bitte euch um Vergebung für diejenigen, die nicht glauben, nicht bewundern, nicht erwarten und euch nicht lieben." Dann verschwand,
so berichteten die Kinder, die Erscheinung.
Anfangs wurde den Kindern die Begegnung nicht geglaubt. Doch dann begleiteten die Dorfbewohner die drei zu einem der vereinbarten "Treffen"
und auch sie sollen helle Wolkengebilde
und menschlich geformte Sonnenstrahlen gesehen haben.
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Am
13. Mai 1930 wurden die Erscheinungen durch den Bischof von
Leiria als "glaubwürdig erklärt und die öffentliche Verehrung "Unserer Lieben Frau von Fatima" gestattet".
Von da an wurde Fatima ein offizieller Wallfahrtsort.
Vor einer kleinen Kapelle steht heute auf einer Marmorsäule die berühmte Statue der
Jungfrau von Fatima.
Hirtenkinder von Fátima
Foto: (c) wikipedia
Auszug eines Gesprächs
Marienerscheinung in Fatima
(freie Übersetzung)
Engel: - Habt keine Angst. Ich tue euch nichts.
Lúcia: - Woher seid Ihr ?
Engel: - Ich komme vom Himmel.
Lúcia: - Was wünschen Sie?
Engel: - Ich bin hier, um euch zu bitten, euch sechs Monate lang mit mir hier zu treffen, immer am 13. jeden Monats.
Dann sage ich euch, wer ich bin.
Nach den 6 Monaten werde ich noch ein siebtes Mal erscheinen.
Lúcia: - Und ich komme auch in den Himmel ?
Engel: - Ja, das wirst du.
Lúcia: - Und Jacinta?
Engel: - Auch.
Lúcia: - Und Francisco?
Engel: - Auch, aber er muss viele Rosenkränze beten.
Betet jeden Tag den Rosenkranz bis Frieden herrscht und der Krieg beendet ist.
Foto: (c) Beyond Forgetting
Die drei Geheimnisse von Fatima (laut Lúcia de Jesus dos Santos)
Die drei Geheimnisse von Fátima sind jene Teile der Botschaft, die Lucia dos Santos, Jacinta Marto und Francisco Marto am
13. Juli 1917
bei der Marienerscheinung in der Cova da Iria bei Fátima nach ihren Aussagen empfangen haben.
1927 soll Lucia in einer Botschaft des Himmels die Erlaubnis zur Offenbarung der ersten beiden Geheimnisse erhalten haben.
Diese Niederschrift musste sie auf Anweisung ihres Seelsorgers wieder verbrennen.
Am 31. August 1941 schrieb Lucia nochmals die Geheimnisse auf und übergab den Text dem Bischof von Leiria.
Beide Geheimnisse wurden am 13. Mai 1942 veröffentlicht.
Das erste Geheimnis : die Vision der Hölle
Unsere Liebe Frau zeigte uns ein großes Feuermeer, das in der Tiefe der Erde zu sein schien. Eingetaucht
in dieses Feuer sahen wir die Teufel und die Seelen, als seien es durchsichtige schwarze oder braune, glühende Kohlen
in menschlicher Gestalt. Sie trieben im Feuer dahin, emporgeworfen von den Flammen, die
aus ihnen selber zusammen mit Rauchwolken hervorbrachen. Sie fielen nach allen Richtungen,
wie Funken bei gewaltigen Bränden, ohne Schwere und Gleichgewicht, unter Schmerzensgeheul und
Verzweiflungsschreien, die einen vor Entsetzen erbeben und erstarren ließen. Die Teufel waren gezeichnet durch eine schreckliche und
grauenvolle Gestalt von scheußlichen, unbekannten Tieren, aber auch sie waren durchsichtig und schwarz.
Das zweite Geheimnis : Ankündigung Zweiten Weltkrieges und Bekehrung Russlands
Ihr habt die Hölle gesehen, wohin die Seelen der armen Sünder kommen. Um sie zu retten, will Gott in der Welt
die Andacht zu meinem Unbefleckten Herzen begründen. Wenn man tut, was ich euch sage, werden viele Seelen gerettet
und es wird Friede sein. Der Krieg wird ein Ende nehmen. Wenn man aber nicht aufhört, Gott zu beleidigen,
wird unter dem Pontifikat von Papst Pius XI. ein anderer, schlimmerer beginnen. Wenn ihr eine Nacht von einem unbekannten
Licht erhellt seht, dann wisst, dass dies das große Zeichen ist, das Gott euch gibt, dass Er die Welt für ihre Missetaten
durch Krieg, Hungersnot, Verfolgungen der Kirche und des Heiligen Vaters bestrafen wird. Um das zu verhüten,
werde ich kommen, um die Weihe Russlands an mein unbeflecktes Herz und die Sühnekommunion an den ersten Samstagen
des Monats zu verlangen. Wenn man auf meine Wünsche hört, wird Russland sich bekehren und es wird Friede sein.
Wenn nicht, wird es seine Irrlehren über die Welt verbreiten, wird Kriege und Kirchenverfolgungen heraufbeschwören.
Die Guten werden gemartert werden, der Heilige Vater wird viel zu leiden haben, verschiedene Nationen
werden vernichtet, am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren. Der Heilige
Vater wird mir Russland weihen, das sich bekehren wird, und der Welt wird eine Zeit des Friedens geschenkt.
Das dritte Geheimnis
Nach den zwei Teilen, die ich schon dargestellt habe, haben wir links von
Unserer Lieben Frau etwas oberhalb einen Engel gesehen, der ein Feuerschwert in der linken Hand hielt.
Er sprühte Funken und Flammen gingen von ihm aus, als wollten sie die Welt anzünden; doch die Flammen verloschen,
als sie mit dem Glanz in Berührung kamen, den Unsere Liebe Frau von ihrer rechten Hand auf ihn ausströmte und mit lauter Stimme rief: Buße, Buße, Buße!
Und wir sahen in einem
ungeheuren Licht, das Gott zu sein schien: "etwas, das aussieht wie Personen in einem Spiegel, wenn sie davor vorübergehen":
einen in weiß gekleideten Bischof "wir hatten die Ahnung, dass es der Heilige Vater war".
Verschiedene andere Bischöfe, Priester, Ordensmänner und Ordensfrauen stiegen einen steilen Berg hinauf,
auf dessen Gipfel sich ein großes Kreuz befand aus rohen Stämmen von Korkeichen mit Rinde.
Bevor er dort ankam, ging der Heilige Vater durch eine große Stadt,
die halb zerstört war und halb zitternd mit wankendem Schritt,
von Schmerz und Sorge gebeugt, betete er für die Seelen der Leichen,
die er auf seinem Weg fand. Auf dem Berg angekommen, kniete er zu Füssen des großen Kreuzes nieder.
Da wurde er von einer Gruppe von Soldaten getötet, die mit Feuerwaffen und Pfeilen auf ihn schossen.
Genauso starben nach und nach die Bischöfe, Priester, Ordensleute und verschiedene weltliche
Personen, Männer und Frauen unterschiedlicher Herkunft.
Unterhalb des Kreuzes waren zwei Engel, ein jeder hatte
ein Gefäss aus Kristall in der Hand. Darin sammelten sie das Blut der Märtyrer
auf und tränkten damit die Seelen, die sich Gott näherten.
Lucia schrieb das dritte Geheimnis 1944 auf. Es wurde dem Bischof von Leiria in einem versiegelten Umschlag übergeben.
1957 kam er in das Geheimarchiv des Vatikan. Lucia hatte außen auf den Umschlag geschrieben, dass er nicht vor 1960 geöffnet werden dürfe.
Erst im Jahre 2000 wurde der Inhalt durch Kardinal Joseph Ratzinger und Erzbischof Tarcisio Bertone bekannt gemacht.
Die Niederschrift der Geheimnisse kommentierte Lucia mit den Worten:
"Bewusst werde ich nichts auslassen. Möglicherweise vergesse ich manche Einzelheiten,
die aber nicht wichtig sind."
Papst Johannes Paul II. sah im dritten Geheimnis einen Hinweis auf jenes Attentat, das
Mehmet Ali Agca
am 13. Mai 1981 (am Jahrestag der ersten Marienerscheinung in Fatima) verübt hatte.
Fatima heute
Fatima war im Mai 2010 das Hauptziel des viertägigen Portugal-Besuchs des Pontifex. In der kleinen Gemeinde jährt sich an diesem Donnerstag (13. Mai)
(c) Beyond Forgetting
die erste Marienerscheinung, die die drei Hirtenkinder vor 93 Jahren auf einem freien Feld hatten.
(c) azureisle
Joseph Ratzingers Vorgänger
als Papst, hatte das düstere dritte von den drei Geheimnissen, die von der Muttergottes an die Kinder weitergegeben worden sein soll,
ganz klar auf sich bezogen: 1981 - ebenfalls am 13. Mai - überlebte Johannes Paul II. wie durch ein Wunder ein Attentat.
In Dankbarkeit brachte er der
Madonna in Fatima bei seinem dritten Besuch der Wallfahrtsstätte
die Kugel des Attentäters. Sie wurde später in die Krone der Marienstatue eingefügt.
Benedikt gedachte in der Kapelle seines polnischen Vorgängers und bedankte sich für die "unsichtbare Hand", die den
Tod von Johannes Paul II. beim Anschlag verhindert habe.
In der 2007 eingeweihten
Dreifaltigkeitskirche von Fatima,
drückte der Papst danach in einer Ansprache die Hoffnung aus, dass die "Kirche von heiligen Priestern erneuert werden möge".
Die Priester rief er auf, bei ihrer Berufung nicht nachzulassen und den "Eingebungen des Bösen" nicht nachzugeben.
Prophezeiungen - Wahrheit oder Glaube ?
Die berühmten Prophezeiungen von Fatima haben in aller Welt seitdem viele Diskussionen und auch Zweifel ausgelöst.
(c) Tet_Sy
Woher wussten die drei einfachen, unwissenden aber sehr religiösen Kinder aus einem kleinen Dorf im Inneren Portugals von der
Revolution in Russland 1917 und dem Krieg ?
Was haben Jacinta, Francisco und die eigentliche Protagonistin Lucia Santos wirklich gesehen an jenem 13. Mai 1917,
beim Schafehüten auf einem Feld unter Olivenbäumen und Steineichen in einem einsamen weltvergessenen Ort Namens
Cova da Iria ?
War Lucia eine Betrügerin ?
Das vermutlich nicht, aber manche Menschen haben hellseherische Fähigkeiten.
Sie können innere Bilder in der Aussenwelt wahrnehmen, unterliegen also einer Sinnestäuschung.
Wer ohne Glauben ist, wird behaupten, dass Lucia zuviel Phantasie hatte
und später von dem einmal gesagten nicht mehr loskam.
Denn wie ist es möglich, dass die 3 Geheimnisse in wortgewaltiger Art daherkommen, alles genau wiedergegeben von einem Mädchen, das nie zur Schule gegangen ist ?
Dazumal hatte sie beim Schafehüten keine Möglichkeit etwas aufzuschreiben, das konnte sie erst Jahre später tun.
Dazu passt auch, dass nur Lucia sich mit der "Erscheinung"
(eine von blendenden Lichtstrahlen umgebene Frauengestalt) unterhielt,
auch bei allen späteren Begegnungen. Die viel jüngere Jacinta glaubte zwar auch, die
"wunderschöne Dame" gesehen und gehört zu haben , fragte aber wohl nie selbst etwas.
Franciscos Aussagen blieben stets undeutlich.
Hirtenkinder Fatima
(c) wikipedia
Der Hirtenjunge sah die "Erscheinung" zeitweise gar nicht und hörte ihre Worte selbst nie.
Alles, was Jacinta und ihr Bruder Francisco über die Marienerscheinungen wussten, beruht ausschliesslich auf Lucias Erzählungen.
Denn Jacinta erkrankte im Dezember 1918 an der Spanischen Grippe und starb.
Im Dezember 1918 erkrankte auch Francisco an der Spanischen Grippe, an der er am 4. April 1919 verstarb.
Angeblich hat die Marienerscheinung ihnen vorausgesagt, dass sie jung sterben würden.
Lucia dagegen wurde, wie prophezeit, uralt und verstarb in einem Nonnenkloster in Coimbra.
Anlässlich der Wallfahrt von
Papst Johannes Paul II. in Fatima wurde
Francisco am 13. Mai 2000 gemeinsam mit seiner Schwester Jacinta selig gesprochen.
In der Zusammenarbeit "Shrines of Europe" ist Fátima seit 1996 mit fünf anderen Marienwallfahrtsorten verbunden.
Diese sind:
Altötting (Deutschland),
Loreto (Italien),
Lourdes (Frankreich),
Mariazell (Österreich),
Tschenstochau (Polen).
Offizielle Webseite "Santuário de Fátima":
www.santuario-fatima.pt/portal
Hotels Fatima
"Fatima Hotel"
"Domus Pacis Fatima Hotel"
"Hotel Spa Dom Gonçalo"
"Hotel Cova Da Iria"
"Hotel Lux Fátima"
"Hotel Tres Pastorinhos"
"Hotel Casa Beato Nuno"
"Hotel Cinquentenario"
"Hotel Coracao De Fatima"
"Hotel Genesis"
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